Drei Monate im Microlino – eine persönliche Zwischenbilanz
Ist das noch ein Auto oder schon ein Lifestyle?
Er sieht aus wie ein Spielzeug, klingt bei Höchstgeschwindigkeit ein wenig wie ein Staubsauger und fährt wie ein echter Rebell: Der Microlino. Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, musste ich schmunzeln. Als ich ihn zum ersten Mal gefahren bin – habe ich gestaunt. Dieses Ding hat mehr Stil als viele Mittelklasseautos. Und vor allem: Es hat mir in den letzten drei Monaten ordentlich Zeit geschenkt.

Warum dieses Fahrzeug?
Der Alltag verlangt oft nach pragmatischen Lösungen. Mein Weg zum Microlino war deshalb weniger ein Liebesbekenntnis an die Automobilität als vielmehr eine Frage der Effizienz. Ich wollte flexibler unterwegs sein, weniger Zeit verlieren und gleichzeitig nicht auf Stil verzichten. Ein klassisches Mietauto kam nicht in Frage – zu gross, zu teuer, zu langweilig. Der Microlino hingegen? Klein, elektrisch, anders.
Design & Idee – ein rollendes Statement
Der Microlino erinnert nicht zufällig an die legendäre Isetta. Doch während das Original aus der Nachkriegszeit stammt, fährt die Neuinterpretation direkt in die Zukunft. Was mich besonders fasziniert hat: Der Microlino will gar kein klassisches Auto sein. Er will auffallen – und das gelingt ihm spielend.
Design ist hier nicht Beiwerk, sondern Kernbotschaft. Genau wie bei gutem Grafikdesign: Form folgt Funktion – und zwar mit Charakter. Für uns als Werber ist das spannend. Denn der Microlino ist ein Symbol für mutige Gestaltung. Für Reduktion aufs Wesentliche. Und für Markenidentität, die nicht allen gefallen muss – aber allen auffällt.


Zahlen, Fakten, Technik
Kurz ein Blick auf die Eckdaten:
- Reichweite je nach Modell: bis 228 km
- Ladezeit: rund 4 Stunden an der Haushaltssteckdose
- Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
- Preis: ab ca. CHF 18’000.–
- Platz: 2 Personen plus 230 Liter Stauraum
Kein Technik-Monster. Aber genau richtig für urbane Räume, die Agglomeration und kurze Distanzen.
Drei Monate Microlino – ein Fahrbericht zwischen Schmunzeln und Staunen
Ich war auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz für drei Monate. Mein geliebter Mini Classic steckt noch im Winterschlaf, und alle anderen Optionen – ob Carsharing oder Miete – waren preislich wenig verlockend. Dann erinnerte ich mich an Micro bzw. den Microlino, dessen Wurzeln nur ein paar Dörfer weiter liegen. Also habe ich kurzerhand direkt angefragt.
Die Rückmeldung? Positiv. Zwar sei Vermietung nicht die Regel, liess man mich wissen, aber wenn eine Anfrage reinkommt und gerade ein Fahrzeug verfügbar ist, dann wird’s möglich gemacht.
Also ging’s zum vereinbarten Termin nach Küsnacht. Das Haus: ein Ort mit Spirit. Unten die Werkstatt, im Aussenbereich überall Microlinos, die darauf warten, die Wildnis des Verkehrsdschungels zu erkunden. Oben die Schaltzentrale. Freundlicher Empfang, inklusive Hund. Die Formalitäten? Unkompliziert. Die Einführung in den Microlino? Kurz und charmant.


Elektroflitzer – die erste Fahrt
Die erste Fahrt war noch etwas zaghaft. Doch nach ein paar Kurven wurde aus der Zurückhaltung ein kleiner Flitzer auf Ideallinie. Der Microlino ist kein herkömmliches Auto – weder optisch noch funktional. Er bietet alles, was man wirklich braucht. Wer den Ausstattungsstandard eines typischen Elektroautos erwartet, wird sich aber schnell mit der spartanischen Schlichtheit arrangieren. Und das ist gut so.
Denn: Weniger ist oft mehr. Viele Entscheidungen werden einem einfach abgenommen – weil es die Optionen gar nicht gibt. Lenken, beschleunigen, bremsen, Licht, Handbremse, Scheibenwischer – alles da. Tempomat? Fahrassistenten? Spurhaltepiepser? Fehlanzeige. Und das fühlt sich herrlich entschleunigt an.
Lebensfreude pur
Und ja – er heizt! Die Scheibenbeschlagung wird in Windeseile weggeblasen, vereiste Frontscheiben enteist. Dieses Exemplar, ein Modell aus der „Pioneer-Edition“-Linie, hatte sogar ein Faltdach. Bei der Übergabe im Februar noch belächelt, war es bei 20 Grad im März bereits offen – Lebensfreude pur.
Fahrtechnisch? Überraschend spritzig. Anfangs dachte ich, ich wäre ein rollendes Verkehrshindernis. Bin ich aber nicht. Dank des „Rocket“-Knopfs – der die Beschleunigung spürbar verbessert – hält man locker mit. Und hin und wieder darf man sogar schmunzelnd der einen oder anderen Verkehrsenten hinterher tuckern.
Was mich ebenfalls positiv überrascht hat: der Kofferraum. Der ist tatsächlich viel geräumiger, als man vermuten würde. Und das Laden? Kinderleicht. Bei mir einmal die Woche vier Stunden an der Haushaltssteckdose.


Natürlich hätte ich auch mit dem ÖV fahren können. Aber: Der Microlino hat mir in diesen drei Monaten rund 48 Stunden Lebenszeit geschenkt. Und das – mit Stil.
Für wen ist der Microlino gemacht?
Er ist nichts für Langstrecken. Auch nichts für Leute, die in 5 Sekunden auf 100 beschleunigen wollen. Aber für alle, die kurze Distanzen mit Stil und Effizienz meistern möchten – ideal. Ob als Zweitfahrzeug, Stadtflitzer oder für Pendelstrecken: Der Microlino trifft einen Nerv.
Fazit: Würde ich es wieder tun?
Kurz gesagt: Ja. Und zwar mit einem Schmunzeln. Der Microlino ist mehr als ein Verkehrsmittel – er ist eine kleine Haltung zur Welt. Man nimmt sich selbst nicht zu ernst, fährt aber mit Überzeugung. Und manchmal reicht das schon, um von A nach B zu kommen – mit einem Lächeln im Gesicht. Nicht nur dem eigenen, sondern auch dem der Fussgänger und anderen Verkehrsteilnemer.
Ganz zum Schluss: Ich wurde nur einmal überholt. Von einem Tesla.

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